Wir haben MS und keiner sieht es! – Sehstörungen und Nystagmus

Sehstörungen und Nystagmus bei MS

Sehstörungen

Sehstörungen – unsichtbarer geht es nicht mehr, aber der MS-Erkrankte ist betroffen von verschwommenem Sehen, Doppelbildern, unfreiwilligen schnellen Augenbewegungen, sehr selten ein völliges Erblinden. Auch beschreibt der Betroffene oft “ein Schleiersehen” oder “wie durch ein Milchglas”. Die Ursache hierfür sind Sehnerventzündungen (Optikusneuritis), oft begleitet von Bewegungsschmerzen. Es sind häufig die Nerven am Augenhintergrund, Sehnervenabschnitte hinter dem Auge oder Störungen im Hirnstamm (Doppelbilder) betroffen. Es kommt meist über Stunden bis Tage zum “Verschwommen sehen” und manchmal bis zum völligen Verlust des Sehvermögens.

Schmerzen und VEP bei Sehstörungen – wichtige Eckdaten

Die Bewegungsschmerzen sind oft die ersten Anzeichen. Die Sehstörungen bilden sich ganz oder teilweise innerhalb von Tagen bis Wochen zurück. Bei der Feststellung dieses Symptoms ist der Augenarzt gefragt, der beide Augen getrennt voneinander mit einer Gesichtsfeldüberprüfung untersucht. Der Neurologe führt ein sogenanntes VEP (visuell evoziertes Potenzial) durch. Mit dieser Untersuchung können sowohl frische als auch frühere abgelaufene Sehnervenentzündungen nachgewiesen werden. Ebenso leichte unbemerkt verlaufende Entzündungen können mit dem VEP festgestellt werden. Als Therapie werden immer hochdosierte Kortikoide eingesetzt.

Meine Erfahrungen mit Sehstörungen

Wir haben MS und keiner seihr es!

Unsichtbare Symptome bei Multiple Sklerose

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Vor vielen Jahren wachte ich morgens auf und sah alles doppelt. Bewegte ich den Kopf zu schnell auf die Seite, drehte sich alles und mir wurde schwindlig.  Beim VEP zeigten sich keine Anomalien und zu meinem großen Glück verschrieb mein Neurologe trotzdem eine Kortison-Stoßtherapie und nach Tagen besserten sich meine Sehstörungen, die mit starken Bewegungsschmerzen abliefen. Diese Symptomatik, die sich quasi über Nacht entwickelte, war eins meiner schlimmsten Erlebnisse mit der MS.

Nystagmus

Der Nystagmus, auch Augenzittern genannt, eine Augenerkrankung, die häufig auftritt. Beide Augen zittern unkontrolliert oder zucken. Der Nystagmus tritt in verschiedenen Formen auf. Er äußert sich durch Schlag- oder Pendelbewegungen des Auges.

Nystagmus wirkt sich sowohl auf das Sehen als auch auf das Selbstbild aus. Die meisten Menschen mit Augenzittern leiden auch oft unter einer Seheinschränkung. Dabei schweifen die Augen kontinuierlich über das, was sie betrachten. Dadurch kann man kein klares Bild sehen. Nystagmus schränkt den Alltag und die Lebensqualität enorm ein.

Jede Gehirnerkrankung wie Multiple Sklerose oder ein Gehirntumor kann, einen Nystagmus auslösen. Sind die Bereiche, die die Bewegung kontrollieren durch die Krankheit  geschädigt, wirkt sich das auf die Augen aus. Außerdem können Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen auftreten.

Therapien bei Nystagmus

Therapien bei Nystagmus sind Kompensationsmechanismen, Medikamentöse Behandlung, Operation und Botulinumtoxin.

Was du beachten solltest

Der Nystagmus ist eine Augenerkrankung – bis heute noch nicht vollständig heilbar. Das Zucken und Zittern der Augen gehört umgehend in ärztliche Behandlung, wie den Augenarzt und Neurologen. Denn es kann Hinweise auf neurologische Erkrankungen oder pathologische Veränderungen des Gleichgewichtsorgans darstellen. Eventuell noch abschließend den HNO-Arzt konsultieren.

Bei Fragen kommentiere unter diesem Artikel. Wir antworten umgehend!

Herzlichst

Caro_R.

2 Comments

  • Nadine - MS mit 14 - 10. März 2022 at 11:15 Reply

    […] kam aber noch schlimmer: Es gesellten sich dann noch Sprachstörungen und Sehstörungen hinzu. Es fühlte sich an, als würde mein Körper komplett versagen.Ich konnte mich nicht richtig […]

    • Caroline Regnard-Mayer 10. März 2022 at 18:51 Reply

      Danke für deinen Kommentar, liebe Nadine.
      LG Caro_R

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